Umweltbildung

Doris Tropper übergibt Staatssekretär Dr. Marcel Huber eine reich gefüllte Mappe mit Umweltbildungsangeboten (von rechts: Günter Krell, Richard Mergner, Doris Tropper, Dr. Marcel Huber, Prof. Hubert Weiger, Ulli Sacher-Ley)

Landesvorstand und Vertreter des AK Umweltbildung zu Besuch im Kultusministerium

Der Landesvorstand des Bund Naturschutz und Vertreter des AK Umweltbildung haben am 24.3.09 in einem Gespräch mit dem Staatssekretär im Kultusministerium Dr. Marcel Huber die vielfältigen Angebote aus der Umweltbildungsarbeit des BN vorgestellt sowie Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit im Umweltbildungsbereich zwischen den Schulen und dem BN erörtert.

 

 

 


Unsere Buch-Empfehlung: Der Biber - Die Rückkehr der Burgherren

Neues Fachbuch belegt positive Wirkungen des Bibers auf Natur- und Wasserhaushalt 

Der 1867 in Bayern ausgerottete Biber ist heute dank eines vor 40 Jahren begonnenen und 1982 erfolgreich abgeschlossenen Wiedereinbürgerungsprojektes des Bund Naturschutz (BN) und des Freistaates Bayern wieder in allen bayerischen Regierungsbezirken und vom Spessart bis in den Voralpenraum heimisch.

Der heutige Biberbestand in Bayern liegt bei gut 8.000 Tieren in rund 2.000 Biberfamilien bzw. Revieren. Ein Drittel der geeigneten bayerischen Fließ- und Stillgewässersysteme ist besiedelt, dort stagniert der Bestand oder ist teilweise sogar rückläufig. In einem weiteren Drittel befindet er sich in der aktiven Ausbreitungsphase v.a. Richtung Alpenraum; ein knappes Drittel ist noch nicht besiedelt. Seit einigen Jahren gibt es den Burgenbauer auch wieder in und um München.

Von der Dammbau-, Grab- und Stautätigkeit des Bibers profitieren zahllose gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Durch seine Dämme im Oberlauf der Fließgewässer entsteht eine Verlangsamung des Abflusses, was beim dezentralen Hochwasserschutz enorm helfen kann.

Hubert Weiger, Vorsitzender des BN: „Kein von Menschen künstlich angelegtes Feuchtgebiet kann die Naturschutz-Qualität und Artenfülle erreichen, die ein vom Biber geschaffenes Feuchtbiotop bietet.“

Das im Buch & Kunstverlag Oberpfalz soeben erschienene, reich bebilderte Fachbuch „Der Biber – Die Rückkehr der Burgherren“ (Autoren: Gerhard Schwab, Markus Schmidbauer, Prof. Dr. Volker Zahner, ISBN 3-935719-32-9; 136 Seiten, Preis: 24,80 €) belegt eindrucksvoll diese unverzichtbare Rolle des Bibers für den Artenreichtum in Bayern.

Das Comeback des Bibers in Deutschland ist ein ermutigendes Zeichen für den Naturschutz. Es kehrt damit eine ökologische „Schlüsselart“ der Feuchtgebiete zurück. Der Landschaftsarchitekt Biber kann als Motor der Auendynamik wie keine zweite heimische Tierart seinen Lebensraum aktiv gestalten. Vom Biber angelegte Lebensräume sind natürliche, dynamische und damit artenreiche Biotope für viele andere Arten, darunter für eine Fülle von Arten der Roten Liste. Der fleißige Handwerker zimmert mit seiner Bautätigkeit Lebensraum für andere bedrohte Arten, vom Stichling über die Ringelnatter bis zum Schwarzstorch.

Der BN fordert daher die Fortführung des bestens bewährte Biberberater-Projekt in Bayern, die Einführung eines staatlichen Härtefall-Fonds zur finanziellen Hilfe bei Problemen und ein landesweites Förderprogramm für dezentrale Hochwasserrückhaltung, das die positiven Wirkungen des Bibers integriert.