Sie ist wieder da: Die Wildkatze erobert Bayern zurück!

Dreijähriges Erfassungsprojekt mit 700 Aktiven bestätigt die Rückkehr

Eine kleine Sensation im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: Eine Wildkatze konnte im Auwald südlich der Donau nachgewiesen werden! Ein Baldrianpflock im Staatsforst war das Ziel für die Katze (oder den Kater). Damit gelang in unserem Landkreis der einzige Wildkatzen-Nachweis des Jahres 2015 in Oberbayern.

Seit 2012 suchen inzwischen rund 700 engagierte Bürger jedes Jahr nach einem der seltensten bayerischen Waldbewohner: der Wildkatze. Und auch dieses Jahr sind die Ergebnisse wieder sehr erfreulich: Die Wildkatze breitet sich von Nordbayern immer weiter nach Süden aus – ein Erfolg gerade auch der Wiedereinbürgerungsaktion des BUND Naturschutz. Den ehrenamtlichen „Wildkatzenforschern“ gebührt für ihren Einsatz großer Dank!

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen auf der Suche nach der ersten Wildkatzenspur

Mit hoher Motivation beteiligten sich auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen 15 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an der Suche nach der Wildkatze. Sie setzten gemeinsam mit Günter Krell 95 Baldrian-Lockstöcke in Wäldern des Landkreises. Die Pflöcke wurden mit genau festgehaltenen Koordinaten überwiegend im nördlichen Landkreis ausgebracht, so am Giglberg, am Rabenfels bei Hütting, am Schutterberg, am Hainberg und am Molster, außerdem aber auch im Haidforst bei Hohenried. Von Ende Januar bis Mitte Mai dauerte die Aktion des BUND Naturschutz. Bei den wöchentlichen Kontrollen wurden die Pfosten zuerst mit der Lupe genau auf hängengebliebene Haare untersucht, dann neu aufgeraut und auch wieder mit Baldrianlösung eingesprüht. "Diese Arbeiten dürfen nicht unterschätzt werden, denn die Pfosten befanden sich teilweise in recht unwegsamem Gelände", stellt Krell fest. Die Kontrollen wurden protokolliert, so dass alle Ergebnisse nachvollziehbar sind. 23 Haarfunde verzeichneten die Helfer des BN - wie sich bei der Analyse herausstellte, waren es Hauskatzen, die Haare ihres Fells an den Lockstöcken hinterlassen hatten. "Wir wissen jetzt aber mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, wo sich Wildkatzen nicht aufgehalten haben", beurteilt Krell das Ergebnis, "die Ausbreitung vom Landkreis Eichstätt weiter nach Süden hat anscheinend noch nicht stattgefunden." Angesichts des an einer Stelle im Landkreis gelungenen Nachweises einer Wildkatze ist der BN-Kreisvorsitzende aber sehr zuversichtlich, dass das Interesse der freiwilligen Lockstockbetreuer weiterhin anhalten wird. "Erfreulich war die Unterstützung von Staatsforst, Landratsamt, Waldbesitzern und Jagdberechtigten. Wenn die Finanzierung der Haaranalysen gesichert werden kann, wäre eine ähnliche Aktion im kommenden Winter, ab Februar, schon vorstellbar, denn es bleibt weiterhin sehr spannend, welche Wanderwege sich die wilden Katzen suchen werden!"

Günter Krell
Kreisvorsitzender
Mitglied im Landesvorstand BUND Naturschutz
Tel. 08431 64 54 28
E-Mail: bn-neuburg-gk@t-online.de

www.bund-naturschutz.de/presse-aktuelles/pressemitteilungen/artikel/sie-ist-wieder-da-die-wildkatze-erobert-bayern-zurueck.html


BUND Naturschutz sucht Aktive für Projekt Wildkatze

Bild: Thomas Stephan

17.12.2014

Die Wildkatze ist wohl eine der heimlichsten Bewohnerinnen in Deutschlands Wäldern. Auch Experten bekommen sie nur in seltenen Fällen in der freien Wildbahn zu Gesicht. In Bayern galt die Wildkatze als gänzlich ausgestorben. Seit mehr als 25 Jahren setzt sich der Bund Naturschutz (BN) für die Rückkehr der Wildkatze in die bayerischen Wälder ein. Im bundesweiten Projekt „Wildkatzensprung“ war sie bislang in Nordbayern, etwa im Spessart und im Steigerwald, gefunden worden. Aber gerade im letzten Winter gelangen mehrere Nachweise im Nachbarlandkreis Eichstätt. „Deshalb sind die Chancen groß, dass wir auch bei uns Wildkatzen entdecken können, zumindest im nördlichen Landkreis“, meint Günter Krell, der Kreisvorsitzende des BN. Die praktische Hauptaufgabe in diesem Projekt ist es, in einem Zeitraum von ca. 10 Wochen möglichst einmal wöchentlich einen mit Baldriantinktur besprühten rauen Lockstock daraufhin zu untersuchen, ob Haare daran hängen geblieben sind. Der BN lässt dann mit einer genetischen Analyse feststellen, ob es sich um Wildkatzenhaare handelt. Die Informationen sind wichtig, um Erkenntnisse über Lebensraum und Verbreitung der Wildkatze zu erhalten. Daraus können Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Von Januar bis April 2014 war die Suche in zwei Waldbereichen in der Gemeinde Rennertshofen zwar ohne Erfolg geblieben, die Kreisgruppe will aber nicht aufgeben. „Dafür suchen wir jetzt ehrenamtliche Helfer, die sich an diesem Artenschutzprojekt beteiligen wollen“, sagt Krell. „Als Freiwilliger können Sie dabei helfen, der Wildkatze das Überleben in Deutschland zu sichern.“
Seit dem Jahr 2012 suchten rund 200 ehrenamtliche Aktive des BUND Naturschutz in Bayern (BN) nach einem der seltensten bayerischen Waldbewohner: der Wildkatze. Jetzt liegen die erfreulichen Ergebnisse vor. Die Wildkatze ist sowohl in die großen Waldgebiete Nordbayerns als auch in den Donauraum und sogar in die Region Augsburg zurückgekehrt. Die neuen Nachweise bestätigen eindrucksvoll den Erfolg der Wiedereinbürgerung durch den BUND Naturschutz.
Für Interessierte ist eine zentrale Einführungsveranstaltung geplant. Ein Biologe erklärt, was im Rahmen der Lockstockbetreuung zu tun ist, auch wird abgesprochen, wo es möglich und sinnvoll ist, Lockstöcke aufzustellen. Das notwendige Material wird vom BN gestellt.
Der BUND Naturschutz bittet alle, die Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit am Wildkatzenprojekt haben, sich telefonisch unter 08431-645428 oder per Mail unter bn-neuburg@web.de zu melden.
Für weitere Informationen über Wildkatze und Lockstockbetreuung weist Krell auf die Internetseiten des BN und des BUND hin:
www.bund-naturschutz.de/themen/artenbiotopschutz/wildkatze.html
www.wildkatze.info


Europas Vögel auf dem absteigenden Ast: in 30 Jahren 20% verloren

06.11.2014


In den vergangenen 30 Jahren ist die Anzahl der Vögel europaweit um 421 Millionen Tiere zurückgegangen. Der Grund: die moderne Agrarindustrie sowie, damit zusammenhängend, der zunehmende Verlust der natürlichen Lebensräume der Tiere. Zu diesem erschreckendem Ergebnis kommt eine am 02.11. veröffentlichte Studie zur europäischen Vogelwelt. Einst häufige Arten wie Haussperling, Feldlerche, Rebhuhn oder Star sind besonders betroffen. Insgesamt gehen 90 Prozent der Vogelverluste auf die 35 am weitesten verbreiteten Arten zurück.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist z. B. auch der Bestand von Wiesenbrütern wie dem Großen Brachvogel dramatisch gesunken. Selbst die Kiebitze, im Landkreis einst weit verbreitet, sind kaum noch zu beobachten.


Dieser Verlust mehrerer hundert Millionen Vögel ist nicht hinnehmbar: Die politischen Rahmenbedingungen müssen endlich so gesetzt werden, dass der Verlust von Tieren und Pflanzen aufgehalten wird. Vögel vertilgen Unmengen an Insekten auf den Feldern und verbreiten die Samen vieler wichtiger Pflanzen. Und darüber hinaus: Viele Menschen finden Zugang zur Natur, indem sie sich an der Vogelwelt in ihrem Garten erfreuen, sie im Winter füttern und auf Ausflügen in der Landschaft erleben und ihren Kindern zeigen.


Dass Schutzmaßnahmen erfolgreich sein können, zeigen die erfreulichen Ergebnisse der Studie. So ist beispielswiese der Bestand einiger seltener Arten wie Weißstorch und Seeadler angestiegen. Diese Arten genießen auf EU-Ebene einen hohen Schutzstatus und eine hohe Aufmerksamkeit. Von den zwölf Storchenhorsten im Landkreis waren im Jahr 2013 elf besetzt. Die Hilfsmaßnahmen der BN-Kreisgruppe in den letzten 10 Jahren haben erkennbare Wirkung gezeigt. An den dramatischen Bestandseinbrüchen vieler ehemaliger Allerweltsarten und der Situation der Vogelwelt als Ganzes ändern diese positiven Beispiele leider wenig.


Die Botschaft der Studie ist eindeutig: Die Art und Weise, in der wir momentan unsere Umwelt nutzen, ist alles andere als nachhaltig. Sie raubt unseren Vögeln die Lebensgrundlage. Die von der europäischen Agrarpolitik Jahr für Jahr mit Milliarden Euro Fördermitteln unterstützte industrielle Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und übermäßigem Pestizideinsatz bietet Tieren und Pflanzen heute kaum noch Räume zum Überleben.


Der BUND Naturschutz fordert, dass öffentliche Mittel nur noch für Leistungen für das Allgemeinwohl ausgezahlt werden dürfen. Dazu zählt auch die Erhaltung einer lebensfreundlichen Umwelt. Statt für naturschädigende Bewirtschaftung müssen die Fördermittel zukünftig gezielt dem ökologischen Landbau, schonenden Bewirtschaftungsformen und landwirtschaftlichen Naturschutzprogrammen zu Gute kommen. Der Verbrauch von Pestiziden muss stark eingeschränkt werden.

Originalstudie:

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ele.12387/full

 

 


Projekt Storchenhilfe (2003-2013)

Standorte

Aus dem Storchenbericht 2003-2013

Standort Hörzhausen

Bis in die 1960er Jahre brüteten Weißstörche auf dem Kirchturm in Hörzhausen. 1983 wurde unter Leitung von Ulrich Sorg ein neues Nest angebracht. Der Horst wurde aber erst 1994 von Störchen besetzt; seit 2004 jedes Jahr. Das Brutverhalten der Störche wird seither von Peter Heigl sen. und Hans Kriss beobachtet und dokumentiert.

Standort Schrobenhausen

Im Paartal war in den achtziger Jahren der Weißstorchenbestand auf einen alarmierenden Tiefstand zurückgegangen.
In Schrobenhausen brütete das letzte Weißstorchenpaar 1984. Im Jahr 1999, vermutlich durch die Situation nach dem Pfingsthochwasser angelockt, hielten sich über mehrere Wochen junge Störche auf dem Dach der Schrobenhausener Stärkefabrik auf. 2002 nun vollzog sich endgültig die Rückkehr des Weißstorchs. Aufgrund der mehrmals hintereinander aufgetretenen Hochwasser im Paartal waren Wiesen und Senken mehrere Wochen feucht oder geflutet. Die dadurch entstandenen Bedingungen veranlassten zwei junge Weißstörche Anfang Juni dazu im Paartal zu bleiben.
Ende Februar 2003 unterstützte der Storchenexperte Anton Burnhauser den BN im Rahmen des Agenda-21-Tages mit einem Vortrag zum Thema "Der Weißstorch in Schrobenhausen - Chance für eine dauerhafte Ansiedlung?".
In den Tagen danach einigten sich die Beteiligten auf den jetzigen Standort des Nestes am südlichen Firstende des Rathausdaches. Anton Neff aus Malzhausen konnte den Nestkorb für das Schrobenhausener Storchenprojekt anbieten. Am 26. März montierten Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs mit einer FFW-Drehleiter das fertige Nest. Im April erschienen zwei Störche, die sich nach anfänglichem Zögern für das Nest als Brutplatz entschieden. Anfang Mai wurden die ersten Eier im Nest entdeckt. Nach 2003 wurde das Nest jedes Jahr zur Brut genutzt.
Mit Hilfe einer Webcam wird das Geschehen auf dem Rathausdach seitdem online übertragen.

Die storchenfreundliche Bewirtschaftung stadtnaher Wiesenflächen im "Goachat" konnte durch engagierte Landwirte realisiert werden. Das Schrobenhausener Beispiel zeigt, dass Artenschutzprojekte dann am erfolgreichten sind, wenn die Kooperation der Naturschutzbehörden, der Verbände und der Landwirtschaft gelingt.

Standort Rennertshofen

An der 1984 war auf dem Schwedentor eine Nistgelegenheit in Form eines Wagenrades eingerichtet, aber nicht bezogen worden. Im März 2003 schließlich besserten Mitglieder des BN das Nest auf dem Schwedentor aus. Im September 2003 ersetzten BN-Mitglieder und Feuerwehr das alte Nest durch einen Metallnestkorb, den die BN-Kreisgruppe finanzierte. In dieses Nest kommt seit 2009 jedes Jahr ein Storchenpaar zur Brut.

Standort Baiern

Auf der Baierner Kirche wurde 1985 mit Unterstützung der Feuerwehr Neuburg ein Nestkorb montiert. Im Sommer 2003 sanierte der BN das Nest. Doch erst nachdem im Jahre 2006 bei Hollenbach ein Hochwasserrückhalteraum mit über 40 flachen Teichen und Tümpeln fertiggestellt worden war, befand ein Storchenpaar das Gebiet offenbar als Nahrungsrevier geeignet und besetzte im selben Jahr das Nest auf der Kirche in Baiern. Seither brütet in Baiern jedes Jahr ein Paar. Als durch das Nest Probleme am Dach der Kirche entstanden, wurde das Nest renoviert und das Dach auf Kosten des BN abgedichtet. Das Baierner Nest ist jedes Jahr besetzt.

Standort Schloss Stepperg

In den 90er Jahren hatte auf dem Schloss Stepperg mehrmals ein Storchenpaar gebrütet und Junge erfolgreich groß gezogen. Im Herbst 2003 wurde das Nest von Mitgliedern der Artenschutzgruppe des BN unter erheblichem finanziellen Aufwand erneuert. Trotz dieser Bemühungen brütete seither kein Storchenpaar mehr auf dem Schloss Stepperg.

Standort Karlshuld

2003 wurde der Feuerwehrtrockenturm saniert. Im Rahmen dieser Arbeit entschied Bürgermeister Seitle, ein altes Storchennest wieder anbringen zu lassen. Im Jahr 2005 begutachtete der erste Storch das Nest. Zur ersten Brut kam es 2006.
Im Jahr 2013 wurde ein zweiter Nestkorb in Karlshuld errichtet. Im Frühjahr hatte sich nämlich ein Storchenpaar auf einem ehemaligen Strommast am Unteren Kanal selbst ein Nest gebaut. Der BN ließ nach dem Entwurf von Gunter Weinrich eine Nestkonstruktion anfertigen, die passgenau den Halterungen auf dem Strommast entsprach. In Zusammenarbeit mit den Monteuren der Bayernwerk AG installierte Weinrich im Oktober 2013 den neuen Nestkorb.

Standort Burgheim

Anfang der 1950er Jahre war das alte Storchennest auf der Kirche in Burgheim errichtet worden. Beherzte Helfer waren damals mit einer Leiter durch die Dachluke geklettert und hatten das Nest auf dem Dachfirst festgeschraubt. In den Jahren 2003 und 2006 wurde das alte Nest restauriert. 2007 kam tatsächlich ein Paar, allerdings brütete es nicht.
2008 wurde das Dach der Kirche saniert; der BN nutzte die Gelegenheit und beschloss die Kompletterneuerung des Nestes. Der BN trug die von den beteiligten Baufirmen in Rechnung gestellten Kosten von 2.500 Euro.
Dr. Pauline Abt – von 1980 bis 1984 Kreisvorsitzende des BN Neuburg-Schrobenhausen - organisiert regelmäßig mit der FFW Rain am Lech die notwendigen Wartungsarbeiten. Seit 2009 ist regelmäßig ein Storchenpaar im Nest.

Standort Adelshausen

Für einen zusätzlichen Neststandort im Bereich des Donaumooses erschien unter Berücksichtigung der Ansprüche an einen geeigneten Lebensraum für den Weißstorch eine Scheune am Ortsrand von Adelshausen sehr gut geeignet. Die Besitzer zeigten sich dem Naturschutz gegenüber sehr aufgeschlossen. Sie unterstützten Erneuerungsmaßnahmen am Gebäude, in dessen Dach BN-Mitglieder mehrere neue Stützbalken einsetzten. Auf dem Dach wurde ein Blitzableiter montiert. Die Freiwillige Feuerwehr aus Neuburg setzte mit Gunter Weinrich im Jahr 2009 den Nestkorb auf. Die entstandenen Kosten trug der BUND Naturschutz.
Bereits 2010 begutachtete ein Storchenpaar das neue Nest. Zur ersten Brut kam es im Jahr 2012.

Standort Haus im Moos

Im Frühjahr 2012 bat Landrat Roland Weigert den Leiter des Freilichtmuseums Friedrich Koch und Gunter Weinrich, einen Standort für ein Storchennest auf dem Gelände der Umweltbildungsstätte Haus im Moos zu suchen. Die Wahl fiel auf eine Birke innerhalb einer Baumgruppe gegenüber der Aussichtsplattform am Wisentgehege. Das Nest wurde auf dem gekappten Stamm montiert. Die Kosten von 450 Euro für den Korb übernahm der BN.
Im April 2013 besetzte ein Storchenpaar das Nest und brütete wenig später.

Standort Stengelheim

Im Frühsommer 2012 wurde der BN gebeten, auch im Bereich der Gemeinde Königsmoos ein Storchennest zu errichten. Zwischen Dachsholz und Stengelheim sind geeignete Wiesenflächen vorhanden.
Als Standort für ein Storchennest wurde das Grundstück der Abwasserpumpstation am westlichen Ortsrand von Stengelheim ausgewählt. Gunter Weinrich koordinierte die umfangreiche Aufbauaktion im November 2012. Der Nestkorb und die Bodenhalterung wurden durch ehrenamtliche Helfer vorbereitet. Die Bodenhalterung wurde einbetoniert, Betonringe dienten dabei als Schalung. Ein Kran richtete daraufhin einen Mast vom Format eines Maibaums in der Bodenhalterung auf. Abschließend konnte der 17 Meter lange Fichtenstamm fest verschraubt werden.
2013 kam es am Standort zur ersten Brut.

Standort Karlskron

Ende April 2013 meldete sich die Gemeindeverwaltung Karlskron beim BN. Auf dem Schornstein des Landgasthofes Haas hatte man ein brütendes Storchenpaar gesichtet.
Ende September, nachdem die Altvögel und zwei Junge ausgeflogen waren, beriet Gunter Weinrich mit der Familie Haas über einen neuen Neststandort auf dem Gelände des Gasthofs. Die Familie stellte einen Platz im weiträumigen Grünland hinter dem Hauptgebäude zur Verfügung. Weil die Fläche auch weiterhin als Grünland bewirtschaftet werden wird, bleiben gute Nahrungsbedingungen für den Storch erhalten. Auch hier wurde ein freistehender Mastbaum wie in Stengelheim errichtet.
Die Gemeinde Karlskron ließ die Baggerarbeiten ausführen und spendete 500 Euro für die Bodenhalterung.
Die restlichen Kosten in Höhe von 800 Euro - für den Nestkorb und weitere Leistungen - übernahm der BUND Naturschutz.

Storchennest Schrobenhausen

Storchencam

  • Stadt Schrobenhausen: seit 2009 Betreiber der Kamera
  • Günter Heidemeier (Idee und Installation 2003-2009)
  • Bund Naturschutz Ortsgruppe Schrobenhausen (Initiative und Umsetzung bis 2007) 
  • Zur Storchencam

Paarauen Schrobenhausen