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"Wildkatzen-Forscher" unterwegs im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Auch dieses Jahr waren sie wieder unterwegs im Auwald: die Lockstockbetreuer!

Auch in diesem Frühjahr suchten wieder einige gut geschulte Freiwillige des BUND Naturschutz nach neuen Nachweisen der seltenen Wildkatze.

Und natürlich kam auch in diesem Jahr dabei wieder die Lockstock-Methode zum Einsatz. Lockstöcke sind mit einer Baldriantinktur eingesprühte Holzpflöcke, deren Geruch die Katzen anlockt. Sie werden in den Untersuchungsgebieten im Wald nach einem speziellen Schema gesetzt und regelmäßig überprüft. Denn wenn sich die Tiere am Lockstock reiben, bleiben an der rauen Oberfläche Haare hängen, die in Probentütchen verpackt und im Labor einer Genanalyse unterzogen werden.

Nur durch diese Analyse kann man die Anwesenheit von „echten“ Wildkatzen nachweisen. Und sie ermöglicht die Unterscheidung zu (verwilderten) Hauskatzen, die ebenfalls hin und wieder unsere Stöcke besuchen.

Falls jedoch der Wildkatzenhaarfund bestätigt wird,werden die Daten in eine bundesweite Gen-Datenbank eingegeben. Sie ist die erste dieser Art für ein Säugetier in Deutschland. Das sogenannte "Monitoring" soll Aufschluss über Wanderbewegungen, Verwandtschaftsverhältnisse und den Grad der Isolierung der verschiedenen Populationen geben.

Und auf diese Weise beteiligen sich die BN-Ehrenamtlichen an einem großen Citizen-Sciene-Projekt, mit dem man die Ausbreitung dieser Art von Nord- nach Südbayern dokumentieren wird.


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